Das Hirn, die Post und die Moderne lautete 1995 der Titel der ersten Kolumne des österreichischen Kabarettisten Thomas Maurer in der Wiener Tageszeitung "Kurier".

Wörtlich schrieb Maurer damals: "Alleine heute habe ich mich durch etliche Tages-, Wochen- und Monatsperiodika geackert, ein Buch angefangen, mehrfach telefoniert, zwei Faxe verschickt, eines empfangen, radiogehört, gefernseht, Plakate bemerkt, Post bekommen, meinen Anrufbeantworter abgehört, fremde besprochen, eine post-it-Haftnotiz von der Wohnungstür gepflückt ("Die Abstellung von Fahrrädern im Hausflur ist untersagt, das gilt auch für Sie, Hauswart"), Geld überwiesen, allerlei Gespräche geführt und mir in einem unkonzentrierten Moment eine vierfarbig gedruckte freiheitliche Wahlwerbung in die Hand drücken lassen.

Bis auf Morsen, Semaphor, Telepathie und E-Mail habe ich praktisch jede Möglichkeit der modernen Kommunikation genutzt. Ich kann gleichzeitig telefonieren, radiohören, zeitunglesen und eine Käsesemmel verzehren. Ohne zu wetten. Einfach so. Würde ich umgekehrt versuchen, beim Radiohören neben der Käsesemmel simultan auch noch – beispielsweise – Cremekrapfen, Fischsuppe, Kaugummi und Müsliriegel zu mir zu nehmen, täte ich wahrscheinlich schön schauen.

Das Hirn muss einen Saumagen haben." Seit damals lädt Maurer jeden Sonntag in seine "Medienmanege": sprachgewandt, witzig und oft auch politisch provokant. Das vorliegende Buch ist eine Sammlung der klassischen Marke "Best of" – aus dem PC eines der führenden Kabarettisten des deutschsprachigen Raumes. In diesem Sinn gilt für dieses Buch, was Thomas Maurer 1995 an den Schluss seiner ersten "Medienmanege" setzte: "Ich möchte Sie also herzlich einladen, diese Kolumne regelmäßig zu lesen: Es kann Ihnen zumindest nicht schaden."

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Essen mit Maurer & Pertramer

Das mordstrumm Monstrum

Dem ganzen Unternehmen lag vermutlich von Anfang an der Wunsch zugrunde, hinterher mit vorgetäuschter Beiläufigkeit davon reden zu können: „… und unlängst hab ich jetzt endlich doch mal einen Turducken...

A la Carte

Ich denke, also esse ich

„Stellen Sie sich einfach vor, Sie essen ein Schnitzel, während Sie am Sonntag vergeblich ein offenes Beisl suchen – das senkt den Appetit.“

Ach, die Wissenschaft!

Wir verdanken ihr nicht...

Kurier

Luxus in Not

Das wurde ja auch Zeit: Porsche will Geld vom Staat meldete orf.at am Freitag.

Demnächst werden wohl auch Rolex, die Casinos Austria und die Wirtschaftsredaktion der Presse sich dem Trend...